Abschluss der Qualifizierung 2017/2019
Hauswirtschaft – ein Beruf mit Zukunftsaussicht

Am 2. April 2019 erhielten 16 Teilnehmerinnen für die Prüfung zur Hauswirtschafterin ihre Abschlusszeugnisse. Zwei weitere Teilnehmerinnen erhielten Zertifikate über die erfolgreiche Teilnahme am Lehrgang. Gäste und Ehrengäste freuten sich mit den erfolgreichen Absolventinnen.
"Sie sind der 32. Kurs 'Qualifizierung in der Hauswirtschaft!'", begrüßte Behördenleiter Herbert Lang bei der Verabschiedung. "Vorläufer und Keimzellen des Lehrganges war die vor 94 Jahren (1925) in Schweinfurt gegründete Hauswirtschaftsschule. 1989 musste diese klassische dreisemestrige Hauswirtschaftsschule schließen. Deshalb starteten wir 1982 den Hauswirtschaftslehrgang. Der Bildungsauftrag blieb und ist wichtiger denn je."
  • 18 Frauen, davon 12 aus dem Landkreis Schweinfurt und 4 aus dem Landkreis Haßberge, besuchten fast zwei Jahre lang immer dienstags den Lehrgang am AELF Schweinfurt.
  • 90 % stellten sich der Prüfung zur staatlich geprüften Hauswirtschafterin und bestanden alle mit Erfolg.
"Es verbindet die Teilnehmerinnen, dass sie nach Erziehungs- und Umbruchzeiten eine neue qualifizierte Tätigkeit suchen. Wir sehen den Lehrgang als Bildungschance für Frauen im ländlichen Raum." Lehrgangsleiterin Klaudia Schwarz über die Qualifizierung
Vielfältige Einsatzmöglichkeiten
Professionelle hauswirtschaftliche Dienstleistungen sind gefragt. Menschen werden immer älter und wollen selbstbestimmt wohnen. Aber auch neue Wohnformen der stationären Altenhilfe wie Wohn- und Hausgemeinschaften suchen nach Personal. Ebenso lassen die Berufstätigkeit von Frauen und die wachsende Zahl Alleinerziehender den Bedarf steigen. Immer mehr der Absolventen suchen zu diesem Berufsabschluss eine künftige Erwerbstätigkeit oder sind bereits in diesem Bereich tätig. Einige wollen sich weiter qualifizieren. Die Abschlussprüfung oder eine artverwandte Qualifikation ist die Voraussetzung zur Meisterin der Hauswirtschaft. Allen gemeinsam: das Gelernte lässt sich direkt in der eigenen Familie umsetzen: Hauswirtschaft erweitert Alltagskompetenz.
Hauswirtschaft braucht Fackelträger!
Hauswirtschaftliche Leistungen sollten sichtbarer werden. Hauswirtschaft ist attraktiv, vielschichtig, verantwortungsvoll und interessant. Das zu kommunizieren, ist Aufgabe der Verbände wie der Politik. "Hier ist aber die Hauswirtschaft auch selbst gefordert", erklärte Schwarz. Wer einen Berufsabschluss erworben habe, weise vor, dass er mit Fachwissen einen Haushalt führen bzw. für Teilbereiche verantwortlich sein kann. Gleichzeitig zeige man ihrer Aussage nach, dass wichtige Schlüsselqualifikationen wie Verantwortungsbewusstsein, Organisationstalent und Sozialkompetenz vorhanden sind, da auch all das Gegenstand der Prüfungen war.
"Wenn eine Einrichtung einen gepflegten Eindruck macht, ist das nicht selbstverständlich. Wer ist dafür verantwortlich? Hauswirtschaft muss sich zeigen, damit sie nicht erst auffällt, wenn sie ausfällt." Appell von Klaudia Schwarz an die frisch gebackenen Absolventen, sich zu präsentieren.
Sehr gute Leistungen
Es war ein Jahrgang mit sehr guten Leistungen: ein attraktiver Klassendurchschnitt von Note 2,13 und zwei Absolventinnen mit einen Notendurchschnitt unter 1,5: Maria Wöber aus Haßfurt und Julia Wagner aus Zeil. Die Lehrkräfte gratulierten den Teilnehmerinnen zum erfolgreichen Abschluss dieser selbstgewählten Herausforderung mit der Überzeugung: "Wir wissen Profis zu schätzen".
Glückwünsche
Neben der Ausbildungsberaterin Beatrix Weber-Hilbert gratulierten auch VLF-Bezirksfrauenvorsitzende Marina Eltschka, Bezirksbäuerin Maria Hoßmann und Prüfungsausschussvorsitzende Manuela Firsching zur bestandenen Abschlussprüfung.